Betondachsteine

Als Erfinder des Betondachsteins gilt Adolph Kroher (1852-1892) aus Staudach im Chiemgau, der Ende des 9. Jahrhunderts Zement-Dachplatten aus natürlichem mineralischen Zement herstellte. Zu der damaligen Zeit wurden diese Dachsteine noch in Handarbeit gefertigt. Erst Mitte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts begann die weltweit erste automatisierte Produktion in England.

In Deutschland werden Betondachsteine industriell in großen Stückzahlen seit 1953 hergestellt. Für den Erfolg des Betondachsteins war vor allem die Entwicklung der „Frankfurter Pfanne" verantwortlich.

Ausgangsstoff zur Herstellung von Betondachsteinen ist eine Mischung von quarzhaltigem Sand, Zement (Portlandzement) und Wasser. Durch die Beimischung von Farbpigmenten, zumeist auf Eisenoxidbasis, sind verschiedene Farbtöne möglich.

In speziellen Fertigungsverfahren werden aus dem entstandenen Beton-Mörtelteig verschiedene Steinprofile geformt. Nach 8stündiger Verfestigung der sogenannten „Formlinge" in Trocknungskammern bei ca. 60° Celsius und einer ca. 4wöchigen Aushärtung an der Luft, werden die Betondachsteine mit einer witterungsbeständigen Feuerglasur versehen.

Arten:

  • Falzlose, glatte Ausführungen: Biberschwanzform, Dachschindelform
  • Gefalzte Ausführungen: Dachpfannenform, Dachziegelformen

Technische Daten:

Rohdichte ca. 2300 kg/m3

Häßner Dach