Das Dach

Wie oft hört man in unserer Umgangssprache die Frage: „Hast Du denn ein Dach über dem Kopf?"

„Ein Dach über dem Kopf zu haben" bietet uns Menschen Schutz, Sicherheit und das Gefühl von Geborgenheit. Schon in der Steinzeit sicherten die Menschen ihre Behausungen durch einfache Dachkonstruktionen aus Tierhäuten, Schilf und Stroh.

Das Dach ist die Krone eines jeden Hause. Es ist entscheidend für das Erscheinungsbild, die Schönheit und die Werterhaltung eines Gebäudes.

Es erfüllt gestalterische Aufgaben und der abgestimmte Aufbau seiner vielfältigen Schichten ist unerlässlich für die Schaffung eines angenehmen Wohnklimas und der Langlebigkeit des ganzen Gebäudes. Das Dach hat die Aufgabe ein Gebäude gegen Witterungseinflüsse wie Regen, Schnee und Wind zu schützen, den Lärm von Außen abzuschirmen und den jahreszeitlich entsprechenden Wärmeschutz zu sichern.

Je nach geographischer Lage der Behausungen entwickelten sich grundlegende Dachformen und die Verwendung von bestimmten Materialien für die Dachdeckung.

In niederschlagsreichen Klimazonen, wie dem Mitteleuropäischen Raum, war die Schrägstellung (Neigung) der Dachflächen, bis zur Entwicklung von bitumen- und teergetränkten Pappen und Filzen, die einzige Möglichkeit Regen und Schnee abzuleiten.

Aus dieser Notwendigkeit heraus entwickelten sich landschaftstypische Dachformen, die hauptsächlich mit den in den jeweiligen Gegenden verfügbaren Materialien eingedeckt wurden. Einige Beispiele für solche Materialien sind Schilf, Stroh, Holz, Stein (Schiefer), gebrannter Ton (Dachziegel) oder Metall (Kupferplatten).

Unsere Dächer werden heute grundsätzlich in Flach- und Steildächer eingeteilt.

hintergrund dach